Der Arbeitsmarkt reagiert verspätet und ist zweigeteilt

Die Folgen der Coronakrise werden frühestens ab dem nächsten Monat sichtbar sein. Am 12. März 2020, dem Tag, an dem die Arbeitsmarktdaten für den Monat März gezogen wurden, war davon noch nichts zu spüren. Die einsetzende Frühjahrsbelebung hatte den Bestand der Arbeitslosen in den Regionen Potsdam, Potsdam-Mittelmark, Brandenburg an der Havel und Teltow-Fläming sogar weiter sinken lassen. So waren Mitte des Monats 16.455 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen - 753 weniger zum Vormonat und fast 1.000 weniger als zum Vorjahresmonat.

Die Arbeitslosenqoute liegt insofern bei 4,8 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte unter dem Februarwert und 0,4 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres.

Erst mit den Aprildaten wird die Arbeitsmarktstatistik die Zweiteilung der aktuellen Wirtschaftslage abbilden.

 

Statements Leiterin der Agentur für Arbeit, Dr. Ramona Schröder zum zweigeteilten Arbeitsmarkt (auch per Audio Datei verfügbar und zur Verwendung freigegeben)

https://www.ba-mediaboard.de/media-share/external/share/eb9e5403-2f2f-4bba-a082-d5264c6e53ed

 

Mit Jobs raus aus der Krise – exklusive Jobhotline

Wir erleben aktuell einen zweigeteilten Arbeitsmarkt:

Zum einen haben wir notleidene Betriebe, die händerringend, jetzt und gleich Personal suchen. Für diese schalten wir absofort exklusiv eine Jobhotline. Hier können einfach und schnell alle Jobangebote durchgegeben werden. Die Hotline ist aber auch für Jobsuchende – ganz egal, woher man kommt und was man bisher gemacht hat – vom Arbeitslosen bis zum Rentner. Jede Hand wird gebraucht. Unser Anliegen ist eine einfache und schnelle Vermittlung -  ohne viel Bürokratie.

Hotline 0331 880 3000 – jetzt mit Jobs raus aus der Krise!

 

Sachstand zum Thema Kurzarbeit

Auf der anderen Seite unseres Arbeitsmarktes haben wir Betriebe, die versuchen, ihre Beschäftigen im Unternehmen zu halten. Mit Kurzarbeit, die genau dafür da ist, Arbeitslosigkeit zu vermeiden.

Seit Mitte März sind in der Agentur für Arbeit Potsdam ca. 3.000 Anzeigen auf Kurzarbeit eingegangen. Im Vorjahreszeitraum waren es drei.

Insgesamt unterstützen das einst 15-köpfige Team Kurzarbeit nun mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für eine zügige Bearbeitung der Anzeigen. Trotz dieser außergewöhnlichen Situation ist es uns gelungen,  den ersten Unternehmen eine positive Rückmeldung geben.