15 Jahre Soziale Stadt Am Stern

Vor rd. 15 Jahren am 03.12.1999 gab es für die Stadt Potsdam den ersten Zuwendungsbescheid für das Programm Soziale Stadt. Damit startete ein neues Förderprogramm, welches aus einer Bund-Länder-Gemeinschaftsinitiative zur Stabilisierung und Aufwertung von Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf resultierte. Da zunächst nur ein sehr begrenztes Budget vorhanden war, wurden nur wenige Pilotvorhaben in Brandenburg für dieses neue Förderprogramm ausgewählt. Dazu gehörte die Umnutzung der Kita Am Stern II zu einer sozio-kulturellen Einrichtung als erstes Schlüsselprojekt für das Wohngebiet Am Stern. Damit konnte die Sanierung und Umnutzung der damals leerstehenden Kita zu dem Bürgerhaus Stern*Zeichen durch die ProPotsdam realisiert werden.

Das Programm Soziale Stadt hat sich inzwischen als wichtiges Instrument für die Weiterentwicklung des Wohngebiets Am Stern erwiesen, da es viel breitere Fördermöglichkeiten als das Vorgängerprogramm zur Wohnumfeldverbesserung (VVN-Programm) bietet. Insgesamt wurden rd. 8,2 Mio. € aus dem Programm allein für den Stern eingesetzt. So konnten durch das Programm Soziale Stadt neben vielen Maßnahmen im öffentlichen Raum

  • der Jugendklub 18 in zwei Bauabschnitten saniert und erweitert werden,
  • der Kindertreff Am Stern geschaffen werden,
  • der Campus Am Stern initiiert und die zugehörigen Freiflächen realisiert werden sowie
  • die Fassade der Bibliothek saniert werden.
  • Das Stadtteilmanagement konnte eingeführt werden, welches u. a. eine Vielzahl von sozio-kulturellen Projekten durch Bürger_innen und die sozialen Träger initiiert.

Am Stern wurde inzwischen die Erneuerung und Aufwertung der kommunalen Einrichtungen sowie des Stadtteilzentrums und der öffentlichen Freifläche weitgehend erreicht. Deshalb wurde vor einem Jahr ein intensiver Beteiligungs- und Evaluierungsprozess mit der Stadtteilwerkstadt Am Stern im November 2013 begonnen. Im Sommer 2014 schloss sich daran eine aktivierende Befragung von rd. 350 Bewohnern am Stern an. Ziel dieses Beteiligungsprozesses ist es nicht nur nach den Meinungen und den zukünftigen Handlungsbedarfen zu fragen, sondern auch danach, was die Bewohner_innen bereit sind, selbst für ihren Stadtteil zu tun.

 

Sehr erfreulich ist es, dass die Befragung der Bewohner_innen gezeigt hat, dass sie sich im Stadtteil sehr wohl fühlen und es kaum Absichten gibt, aus dem Stadtteil wegzuziehen. Dies ist auch eine sehr positive Rückmeldung für die genannten Aktivitäten der Stadt und natürlich auch der Wohnungsunternehmen, die ihre Bestände schrittweise erneuert haben. Nur bei dem Ausgangsprojekt der Sozialen Stadt, dem Bürgerhaus Stern*Zeichen scheint eine gewisse Neuausrichtung des Angebots erforderlich zu sein.

Inzwischen hat sich der Schwerpunkt der Maßnahmen der Stadt nach Drewitz verlagert. Hier findet zur Zeit der Umbau des Wohngebiets zur Gartenstadt mit Hilfe des Einsatzes der verschiedenen Förderprogramme von Bund und Land statt. Auch da ermöglicht das Programm Soziale Stadt zentrale Schlüsselmaßnahmen wie

  • den Umbau der Priesterweg Schule zur Stadtteilschule mit dem Begegnungszentrum oskar.,
  • den Umbau und Erweiterung des Jugendklubs Offline sowie
  • die 2015 anstehende Realisierung des Grünen Kreuzes zur Komplettierung des Stadtteilparks.

Grundlage für die weiteren Aktivitäten Am Stern und in Drewitz ist das Integrierte Entwicklungskonzept Soziale Stadt Am Stern/Drewitz 2014-2018, das die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung am 4. November 2014 beschlossen hat. Es stehen für den Zeitraum 2015-2018 weitere Städtebaufördermittel in Höhe von 3,55 Mio. € zur Verfügung.

Stadtkontor GmbH